
Heute ging es für interessierte Naturfreunde zu Bärlauch, Wunderlauch & Co.

Wunderlauch ist vielen Menschen nicht geläufig – der Einwanderer aus dem Kaukasus ist invasiv und verdrängt teilweise sogar den einheimischen Bärlauch. Sein Geschmack? Eher nach Schnittlauch – er hat weniger diese typische Knoblauchnote.
„Wie bekämpft man ihn“? – na am besten „mit Messer und Gabel“, wie mein verstorbener Freund Peter Becker gesagt hätte.

Gerade beim Sammeln von Pilzen und Wildpflanzen steht natürlich gerade die Aufklärung mit im Vordergrund!
„Was darf ich? Wie viel sammeln und wo? Wie bestimme ich richtig um nichts falsch zu machen?“
Laut Gesetzt dürfen Sie für den Eigenbedarf einen Handstrauß Bärlauch mitnehmen – eben das, was für eine Mahlzeit benötigt wird. Bei Pilzen spricht die Gesetzgebung von einer geringen Menge zum Eigenbedarf.

Also ein kleines Sammelbehältnis genommen und ein paar Blätter fürs Pesto mitgenommen – auch achtsames Sammeln will gelernt sein, nicht alle Blätter einer Pflanze und vorsichtig durch den Wald gehen – am besten so, dass es aussieht, als wäre niemand da gewesen. 🙂

Eine Augenweide am Wegesrand – die tollen Kelchbecherlinge gehören zu den farbenprächtigsten Pilzen unserer Breitengrade. „Essbar?“ Ja – aber schonenswert da örtlich sehr selten – wir machten Fotos, erfreuten uns an den tollen Fruchtkörpern und zogen unseres Weges.

Aufgepasst – hier steht doch tatsächlich eine der giftigsten Pflanzen – die Herbstzeitlose. Wer Bärlauch sammeln möchte, sollte etwaige Verwechslungspartner gut kennen. Das Colchicin in dieser Pflanze ( die sich vor allem auf Wiesen heimisch fühlt ) führt zu innerem Organversagen und kann die Atmung blockieren – fatal und endet oft tödlich!
Dass Pflanzen verschiedenster Arten direkt nebeneinander oder sogar zusammen wachsen können, erstaunte den einen oder anderen Zuhörer, stand da nicht im Buch die würden „wo anders wachsen“ ? – weit gefehlt – in der freien Natur muss ich einfach wissen, was ich mache.

Einfach hübsch – die Lerchensporne bieten gerade für Insekten ein üppiges Nahrungsangebot im frühen Jahr.



Es ist angerichtet – wir sind von Natur her „Jäger und Sammler“ – etwas zu essen suchen und zu kosten gehört einfach dazu.

Während einige Teilnehmende noch ein paar Blätter Bärlauch sammelten eröffnet Wilpflanzenpädagogin Jutta das wilde Buffet 🙂

Schon die alte Kräuterfrau Maria Treben wusste – ein Schlückchen Bärlauch-Essenz am Morgen ist gut für die Durchblutung. 🙂
Vielen Dank an alle Teilnehmenden und den interessierten Lesenden, einen schönen Sonntag noch.
