Wie nannte es mein verstorbener Freund und Wildkräuterkoch Peter Becker?
„Fungitarischer Hühnersalat?“ 🙂
Nicht umsonst wird der Pilz als „Chicken of the woods“ bezeichnet. Heute wollen wir den Schwepo also nicht wie Chicken-Nuggets ausbacken, sondern in einem Caesars Salat präsentieren, eben so wie Peter ihn schon vor mehreren Jahren verköstigt hat.
Der „Caesar Salad“ wurde 1924, also vor gut 100 Jahren von Cesare Cardini in Tijuana, Mexiko erfunden. Das Gericht kombiniert dabei knackigen Römersalat mit knusprigen Croutons und frisch geriebenem Parmesan – wobei als Herzstück des Salats das cremige, würzige Dressing anzusehen ist.
In der Originalform wurde es mit Sardellenfilets zubereitet – eine beliebte Variation ist der „Caesar Chicken Salad“ mit Hühnchen.
Wie damals von Peter ausprobiert, koche ich heute seinen fungitarischen Salat nach.


Natürlich benötigen wir dafür einen frischen Schwefelporling – er sollte jung und knackig sein und noch nicht zu fest – wenn er leicht mit dem Messer durchzuschneiden ist, „wie durch Butter“, ist der Pilz genau richtig – oftmals tritt auch direkt Wasser aus beim Abschneiden, was den Frischegrad zeigt. Später wird der Pilz zäh und verliert immer mehr Farbe, zurück bleiben dann oft weiße „verkreidete“ Exemplare, die noch nach Monaten zu finden sind.

Da dieser Pilz wie viele andere Arten nicht roh essbar ist, gehört auch hier das ordentliche Garen mit zu den wichtigen Schritten in der Zubereitung – also ab in die Pfanne.

Der Clou ist natürlich das Salatdressing und ebenso die knusprigen Croutons, ich habe hier Ciabatta verwendet. Wer mag, gibt Sardellen dazu wie im Originalrezept – das gibt eine salzige Note.

Auch eine gute Portion Parmesan darf nicht fehlen, es verleiht auch eine gewisse Cremigkeit.

Voila- unser „Caesars Schwepo Salat“ 🙂

Idee und Inspiration: Peter Becker †

